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Sobald zwei Menschen
in Kontakt treten, reagieren sie aufeinander. Es kommt zu
einem Hin und Her von Äußerung und Antwort, von
Aktion und Reaktion - es entsteht eine Beziehungsdynamik.
Das Teufelskreis-Modell
hilft uns, diese Dynamik zu erkennen, Hintergründe zu
verstehen, sowie Fallstricke zu erfassen und (manchmal) zu
beheben.
Dabei werden
vier Stationen unterschieden und sichtbar gemacht, wobei in
die eckigen Kästen die äußerlich sichtbaren
und wirksamen Verhaltensweisen ("Äußerungen")
beider Partner eingetragen werden und in die Kreise ihre inneren
Reaktionen ("Innerungen") darauf.
Typischer Weise
gibt es keinen Anfang und kein Ende, und beide Personen erleben
sich selbst jeweils "nur" als Reagierenden auf das
Verhalten des anderen. So z.B. bei dem altbekannten Beispiel
von Watzlawick, über das Ehepaar, bei dem sich die Frau
darüber beklagt, dass der Mann so häufig abends
weg geht und der Mann abends weg geht, weil er die häufigen
Klagen seiner Frau nicht mehr hören mag. Der Dynamik
zufolge, schaukelt sich ein Teufelskreis immer mehr auf, so
dass in einem fortgeschrittenen Zustand, bereits Kleinigkeiten
ausreichen, um den Konflikt eskalieren zu lassen.
Solche Teufelskreise
schleichen sich in Beziehungen ein, wie Viren in ein Computerprogramm.
Sie führen darin ein Eigenleben und bemächtigen
sich schließlich des ganzen Programms. Das Wissen um
die Dynamik und Funktion von Teufelskreisen, sowie um die
Ausstiegsmöglichkeiten ermöglicht es, solche "Viren"
zu erkennen und dann zu bekämpfen.
Literatur:
Schulz von Thun:
Miteinander reden 2. Stile, Werte und Persönlichkeitsentwicklung.1989.
S. 28-37
Schulz von Thun/Ruppel/Stratmann:
Miteinander reden für Führungskräfte. 2000.
S. 41-45
Thomann/Schulz
von Thun: Klärungshilfe. Handbuch für Therapeuten,
Gesprächshelfer und Moderatoren in schwierigen Gesprächen.
1988. S. 226-298
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