4 Ohren in der experimentellen Neuropsychologie

Your word is my command

Die 4 Ohren sind Gegenstand empirischer Forschung geworden: Ein Forscherteam der Ludwig-Maximilian-Universität München (Pfundmayr u.a. 2016) hat jetzt seine Ergebnisse in der Zeitschrift Psychoneuroendokrinology (auf Englisch) veröffentlicht (“Your word is my command: Oxytocin facilitates the understanding of appeal in verbal communication”, Psychoneuroendocrinology, 20.07.2016)

Kurz gesagt ging es um Folgendes: Das „Kuschel“ – Hormon Oxytocin ist dafür bekannt, dass es in herzensnahen Beziehungen und Begegnungsmomenten verstärkt ausgeschüttet wird. Man kann dieses Hormon auch von außen verabreichen. Würden Menschen mit mehr Oxytocin im Blut mit anderen Ohren hören als Leute, denen man kein Oxytocin verabreicht hat, sondern ein Placebo? Es stellte sich heraus, dass die Placebogruppe in vorgegebenen Situationen mehr mit dem Sach-Ohr und dem (empfindlichen) Beziehungs-Ohr hört – hingegen die Oxytocin-Gruppe mehr mit dem Selbstkundgabe- und vor allem mehr mit dem Appell-Ohr. Das Selbstkundgabe-Ohr ist ja das Empathie-Ohr, das Appell-Ohr möchte heraushören, was der andere sich von mir wünscht.

Die Untersuchung (in englischer Sprache publiziert) steht hier zum Download bereit:

Your word is my command

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