Mediations-Ausbildung Klärungshilfe

Mediations-Ausbildung nach Thomann und Schulz von Thun nach den Richtlinien der ZMediatAusbV

Auf der Grundlage der von Dr. Christoph Thomann und Prof. Dr. Friedemann Schulz von Thun entwickelten Methode „Klärungshilfe“ bieten wir diese berufsbegleitende Mediations-Ausbildung an.

Die Ausbildung
...wird organisiert und durchgeführt von der KiO GbR in Kooperation mit dem Schulz von Thun Institut für Kommunikation.
…richtet sich an selbständige (externe) Berater:innen und Coaches sowie an Menschen aus Unternehmen und Organisationen, die als interne oder externe Klärungshelfer:innen tätig
sind oder werden wollen.
…ist einzigartig durch ihre zeitgemäßen Themen, die innovativen Lernformen und die hohe Praxisnähe.
…erfüllt die Richtlinien der Verordnung über die Aus- und Fortbildung von zertifizierten Mediatoren (Zertifizierte-Mediatoren-Ausbildungsverordnung – ZMediatAusbV).
…wird geleitet von Catarina Barrios, Alexandra Bielecke und Wibke Stegemann, drei langjährigen Mitgliedern unseres Berater:innen-Teams.
...Prof. Friedemann Schulz von Thun lädt die Ausbildungsgruppe zum Thema „Klärungshilfe: ihre Entstehung und ihr Wesen“ an einem Abend (Termin folgt) ins Schulz von Thun Institut in Hamburg ein.

Klärungshilfe lernt man am besten durch Tun!
Die Fähigkeit, sich als Mediator:in innerlich und äußerlich auf andere Menschen einzustellen, mit klaren Worten den richtigen Ton zu treffen sowie konstruktiv zwischen verschiedenen
Sichtweisen zu vermitteln, lässt sich erlernen. Neben der Vermittlung entsprechender konfliktheoretischer und kommunikationspsychologischer Modelle und Methoden ist hierfür
vor allem die praktische Übung und Reflexion von großer Bedeutung.

In einer geschlossenen Ausbildungsgruppe von maximal 16 Personen setzen wir auf Qualität und Intensität. Die methodische und didaktische Konzeption unserer Ausbildung ermöglicht Lernprozesse, die zugleich Spaß machen. In insgesamt acht Modulen erlernen Sie das Verfahren der Mediation nach der Methode Klärungshilfe mit seinen Potentialen und
Kompetenzen für die Vermittlung in Konflikten.

Neben dem klassischen Handwerkszeug für die Vermittlung in konflikthaften Situationen lernen Sie unsere Modelle (wie z.B. Kommunikationsquadrat, Inneres Team, Werte- und
Entwicklungsquadrat, Teufelskreis, Situationsmodell und Riemann-Thomann-Modell) im Mediationsprozess sinnvoll und zielführend einzusetzen.
 
Der hohe Praxisanteil, intensive Supervisionsphasen sowie Selbstreflexion sorgen für einen Lern- und Reifeprozess als Klärungshelfer:in, bei dem Sie mit Kopf, Herz und Hand lernen.
 

Curriculum

Dauer
Die Ausbildung umfasst 8 Module und 22 Tage mit üblichen Seminarzeiten. Der zeitliche Aufbau der Ausbildung bietet die Möglichkeit, erworbenes Wissen und Können zwischen
den einzelnen Modulen in der Praxis zu erproben und die eigene Mediationskompetenz reifen zu lassen.

Persönliche Weiterentwicklung und Praxistransfer 
Begleitend zur Ausbildung finden zwischen den Modulen selbstorganisierte Peergruppentreffen statt (insgesamt 20 Stunden). Die Teilnehmenden arbeiten an persönlichen Entwicklungsthemen bezogen auf ihre Rolle als Klärungshelfer:in und ihre eigenen Kommunikationsmuster. Der Einstieg in die Praxis anhand eigener Mediationstätigkeit ist spätestens nach Modul 3 vorgesehen.
In der zweiten Hälfte der Ausbildung werden im Rahmen der Module Fallsupervisionen durchgeführt. Diese Supervision sowie einzureichende Falldokumentation(en) über eigene Klärungsfälle sind neben der Teilnahme an den Lerngruppen Bestandteil der Leistungsanforderungen für den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung.

Rahmen und Konditionen

Termine: siehe unten
Ort: Visselhövede
Teilnehmerzahl: max. 16 Personen
Kosten: 9.900,- EUR zzgl. MwSt.
zzgl. Übernachtung und Verpflegung am Tagungsort

Anmeldung zur Mediations-Ausbildung Klärungshilfe

Haben wir Ihr Interesse an unserer Mediations-Ausbildung geweckt? Dann vereinbaren Sie mit uns gerne ein kostenloses und unverbindliches Vorgespräch unter info@kio-klaerung.de.

Wenn Sie bereits jetzt schon fest entschlossen sind, füllen Sie bitte hier das Anmeldeformular aus und schicken es an:

KiO – Konfliktklärung in Organisationen GbR
Catarina Barrios, Alexandra Bielecke, Wibke Stegemann
Ackerstraße 12
10115 Berlin

oder an info@kio-klaerung.de

Bitte beachten Sie, dass eine verbindliche Anmeldung erst zustande kommt, wenn Sie von uns eine Anmeldebestätigung erhalten haben.

Für Informationen und Fragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne telefonisch unter +49 30 44 705 219 oder info@kio-klaerung.de zur Verfügung.

Module und Termine

Modul 1
17.-19.02.2022 (3 Tage)

Einführung in die Klärungshilfe und Grundlagen

Wir führen von A-Z in das Vorgehen der Methode Klärungshilfe ein. Dazu gehören wesentliche Verfahrensprinzipien, die Struktur der einzelnen Phasen, die Rolle des Klärungshelfers/der Klärunsghelferin sowie die wichtigsten rechtlichen Rahmenbedingungen gebildet durch das Mediationsgesetz.

Es werden erste praktische Erfahrungen mit wichtigen Techniken in der Mediation und insbesondere mit einem der Kern-Werkzeuge der Klärungshilfe, dem dialogischen Doppeln, gesammelt. Die Basis der Ausbildung, das humanistisch-systemische Menschenbild wird erweitert durch Grundlagen der Konfliktpsychologie.

Persönliche Standortbestimmungen und erste Entwicklungsprojekte sollen sicherstellen, dass die Teilnehmenden im Laufe der gesamten Ausbildung ihre jeweiligen individuellen Ziele im Blick behalten.

Modul 2
07.-09.04.2022 (3 Tage)

Der Werkzeugkoffer der Klärungshilfe

Im Fokus dieses Kurses steht die Mediation von Zwei-Personen-Konflikten. Gearbeitet wird schwerpunktmäßig an der Erhebung und Formulierung der Konfliktthemen beider Parteien sowie an verschiedenen Methoden der Vertiefung des Dialogs. Hier wird es u. a. auch um Kernkompetenzen der Gesprächsführung gehen wie z. B.: Strukturieren des Vorgehens, verschiedene Fragetechniken, Verstehen eines geschilderten Sachverhalts durch Aktives Zuhören, faires Streiten sichern sowie Visualisierungstechniken. Ferner blicken wir auf den Umgang mit herausfordernden Situationen in der Mediation.

Vertiefend behandeln wir die Modelle der Hamburger Kommunikations-Psychologie, welche Konfliktdynamiken verdeutlichen, als eine Art Konfliktanalysetool das Verständnis für Verhalten und Emotionen in Konflikten fördern und gleichzeitig Handlungsrichtungen für die Interventionen in der Klärungshilfe geben.

Prof. Friedemann Schulz von Thun lädt die Ausbildungsgruppe zum Thema „Klärungshilfe: ihre Entstehung und ihr Wesen“ zu einem Abend ins Schulz von Thun Institut in Hamburg ein.

Modul 3
09.-10.06.2022 (2 Tage)

Auftragsklärung und Beziehungsdynamiken

Einen Auftrag gut zu erfassen und dabei zwei Konfliktbeteiligte für eine Klärung zu gewinnen, beschäftigt uns im dritten Modul: Worum kann und soll es in einer Mediation gehen, was möchten die Beteiligten (nicht) erreichen und was wurde bislang bereits unternommen, sind einige der zu klärenden Fragen. Befürchtungen und Hoffnungen gekonnt ansprechen und den passenden Rahmen miteinander zu gestalten, sind die Aufgaben der Mediator:innen zu Beginn einer Mediation.

Für die Mediand:innen ist es zudem wichtig, die Verabredungen in Form einer Mediationseingangsvereinbarung festzuhalten. Die Formulierung von Mediationsverträgen ist deshalb ebenfalls Bestandteil dieses Moduls.

Vertieft befassen wir uns zudem mit den Bedürfnissen der Einzelnen und möglichen Dynamiken zwischen den Parteien. Ziel des Moduls ist es zu lernen, Konfliktdynamiken zu erkennen und diese unter Berücksichtigung der emotionalen Beteiligung der Konfliktbeteiligten gewinnbringend anzusprechen sowie die Voraussetzungen für einen Perspektivwechsel dadurch zu schaffen.

Modul 4
09.-10.09.2022 (2 Tage)

Selbstverständnis, Rolle und rechtliches Handwerkszeug - mit externem/er Referent:in

Neben den „handwerklichen Fertigkeiten“ geht es im vierten Modul um die Rolle und das berufliche Selbstverständnis als (künftige) Klärungshelfer:in.

Zusammen mit einer:m juristischen Gastdozent:in klären wir die Bedeutung des Rechts in der Mediation und gehen u. a.auf folgende Fragen differenzierter ein: Was sind die Aufgaben/Pflichten und was gehört nicht dazu? Welche rechtlichen Grundlagen, Rahmenbedingungen sowie besondere Kenntnisse, wie die Vergütung als Mediator:in, sind wichtig? Wie wird eine notwendige rechtliche oder steuerliche Beratung eingebunden? Wie werden Abschlussvereinbarungen so formuliert, dass sie tragfähig und vollstreckbar sind? Wofür haftet eine Mediator:in (nicht)? Welche Rolle spielen die beruflichen Hintergründe einer Mediator:in?

Alle Fragen werden mit Bezug zu den rechtlichen Grundlagen (wie beispielsweise dem Rechtsdienstleistungsgesetz oder dem Mediationsgesetz) beantwortet.

Modul 5
09.-12.11.2022 (3,5 Tage)

Teamkonflikte und ihre Dynamiken

In diesem Modul erweitern wir das mediative Repertoire auf den Umgang mit Gruppen und Teams. Anhand eines konkreten Falles werden die Vorgehensweisen in den verschiedenen Phasen der Klärungshilfe für Mehrpersonenkonflikte theoretisch erläutert und unmittelbar praktisch erprobt.

Spezifische Anforderungen, wie z. B. der Umgang mit Hierarchie und Machtungleichgewichten, Außenseiterproblematiken oder Koalitionsbildungen, fließen als Vertiefungsthemen ein. Es wird äußerst praxisnah gearbeitet – die Herausforderungen, die sich für Mediator:innen in den Rollenspielen / in der Arbeit mit Gruppen ergeben, werden in supervisionsähnlichen Settings reflektiert. Wir sprechen über verschiedene unterstützende Settings wie z. B. Co-Mediation oder Einzelgespräche mit den Beteiligten.

Modul 6
19.-21.01.2023 (2,5 Tage)

Vertiefung Teamklärung und Supervision

Den Schwerpunkt dieses Moduls bildet die Fallsupervision der eigenen Praxiserfahrungen in der Rolle des/der Klärungshelfers:in Neben der Praxisreflexion richten wir den Blick auch auf die persönlichen Entwicklungsvorhaben der Teilnehmenden in der Rolle der Mediator:in. Außerdem gehen wir der Frage nach, wie jede:r persönlich am Markt sichtbar werden möchte.

Inhaltlich vertieft wird der Bereich Teamklärung, u.a. mit den Themen: Umgang mit besonderen Dynamiken (alle gegen einen / Mobbing einschließlich möglicher rechtlicher Hintergrundkenntnisse) und Nachsorge. Methodisch steht die Kombination von Methoden und Modellen sowie die Übergänge zwischen den verschiedenen Phasen in der Klärungshilfe im Vordergrund.

Modul 7
27.02.-01.03.2023 (3 Tage)

Teamklärung - komplexe Fälle

In diesem Modul geht es um eine Teamklärung mit einer großen Anzahl an Beteiligten oder mit mehreren Interessensgruppen – also um die Mediation komplexerer Konfliktstrukturen. Des Weiteren werden uns Methoden der Konfliktbearbeitung zwischen Arbeits- oder Organisationseinheiten beschäftigen u. a. die Arbeit mit Stellvertreter:innen.

Methodisch schauen wir in dieser Einheit über den Tellerrand der klassischen Klärungshilfe hinaus und beschäftigen uns mit der Entscheidungs- und Lösungsfindung in Gruppen (wie z. B. mit den Verhandlungstechniken nach dem Harvard Prinzip, dem Brainstorming, der Kartenabfrage, dem Mindmapping oder auch der Widerstandsabfrage). Wir gehen der Frage nach, welche Lösungen von den Beteiligten als rechtlich tauglich, vor allem aber als gerecht und fair wahrgenommen werden und wie sich Bewertungskriterien für die Lösungsfindung verabreden lassen.

Modul 8
20.-22.04.2023 (3 Tage)

Abschluss-Kolloquium

Zum Abschluss der Ausbildung widmen wir uns erneut den individuellen Entwicklungswegen der einzelnen Teilnehmenden in ihrer Rolle als Klärungshelfer:in ihren besonderen Stärken und Fähigkeiten sowie individuellen Grenzen in der Mediation.

Neben Fallsupervisionen und der Reflexion der eigenen Entwicklung geht es außerdem inhaltlich um das Thema: Wie können Klärungsprozesse gut beendet werden? Welche Formen der Prozessbegleitung bei der Dokumentation und der Umsetzung von Vereinbarungen, Lösungen und neuen Wegen gibt es? Wie funktioniert eine gute Nachhaltigkeitssicherung und Nachsorge?
Eine feierliche Zertifikatsübergabe rundet dieses Modul und die Gesamt-Ausbildung ab.